Donnerstag, 9. Juni 2011

Du sollst wissen, dass Du mehr bist als die Summe deiner Leistungen.


Danke Kittiefred fürs Aufmerksam-machen..

ich habs gelesen und am Ende ein bißchen geweint. Und mich gefragt, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Ich fand mich wieder in dem, was der Vater da schreibt. Auch ich bin in dem System gewesen. Gymnasium. Sehr konservativ. Sehr unmenschlich.
Ich konnte mich auch nicht wiederfinden vor lauter Druck.
Heute nach zahlreichen Praktika, Nebenjobs, Weiterbildungsseminaren und nem Studium, in dem ich schlussendlich nur noch wenig Sinn sah (und es natürlich trotzdem abgeschlossen habe), sitze ich mit 26 Jahren und drei Kindern in der Sonne auf dem Acker meiner Lebenspläne und fange an, so langsaaaaaam eine Ahnung von dem zu kriegen, was ich eigentlich machen will. Wie ich leben mag, worin ich wirklich so gut bin, das ich damit vielleicht mal Geld verdienen könnte...
Irgendwie spät, finde ich. Der Weg aus dem Druck raus ist steinig. Erwartungen sind hoch, vor allem die Eigene an sich selbst, ich habe schließlich gelernt, das man "sehr gut" sein muss.
Ich bemerke aber wie gut es sich anfühlt.. der Weg da raus.

9 Kommentare:

  1. Hallo,
    ich lese hier ab und zu mit und habe noch nie kommentiert, heute zum ersten Mal, denn ich muss mich einfach bedanken für den Link zum Artikel, den ich auch gleich weitergeleitet habe. Es ist schon wichtig, solche Dinge schwarz auf weiß zu lesen.
    Für den Fall dass es interessant sein könnte, hier ein Link zum berühmten Teenager-Befreiungsbuch, es gibt auf dieser Seite auch eine tolle Leseprobe in pdf.
    http://www.genius-verlag.de/main/BuecherMehr.php?Vid=134
    Ist übrigens auch für Erwachsene sehr lesenswert, finde ich :)

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  2. Hm, für manche Kinder ist das sicher nicht der richtige Weg aber nicht jeder lebt doch gleich so extrem wie der Vater es beschreibt. Ich hab mein Abitur auch in 12 Jahren gemacht und Druck hab ich nicht empfunden und ich hab kaum gelernt. In meiner Klasse hat auch jeder das Abi bestanden. Okay, wir hatten an manchen Tagen bis 17.30 Uhr Schule aber Nachmittags dann so Pillepalle-Fächer wie Sport oder Latein. Ich empfand die Atsmosphäre insgesamt eigentlich als sehr angenehm und auch unsere Lehrer waren sehr nett.
    Allerdings muss ich sagen, die Grundschule hab ich noch in der DDR absolviert und da war der Drill ein ganz anderer. Danach war das Abi wirklich sehr angenehm.

    LG Shiva

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  3. ... und man kann/koennte nicht einmal auswandern, wenn man keinen Abschluss - von egal von was; hier gilt aber ausnahmsweise: je mehr umso besser - hat.
    Dies bei etlichen Bekannten miterlebt !!! (Eine ganze Seite voll Ausrufezeichen hierzu!).
    Meinen Mann wollten sie als 'Experten' UND ICH musste dann auch noch alle 'Unterhosen' vorzeigen und wurde auch 'benotet, ob Einwanderung genehmigt wird (als EHEFRAU!)
    Damit hab' ich's wenigstens schriftlich: ich bin 'auserlesen(es)' (Fruechtchen) :-)


    Mann, war ich froh, ueber meinen lausigen Realschulabschluss und anschliessender 3 jaehrigen Lehre!!! Auch wenn ich in selbigem Beruf NIE wieder gearbeitet habe und ich das NUR machte, weil es hiess " es ist in der Naehe und 'man' braucht so was, um zu beweisen, dass man bittere Zeiten durchstehen kann!"

    LG
    'Echidna' aus Australien auf Firmen-Computer, da privat kein Internet-Anschluss.

    Ah ja: ausgewanderter 'Wessie'; habe von einigen meiner Ossi-Freunde auch ueber den geharnischteren Drill bezueglich Lernen gehoert und bin ganz leise dazu geworden.

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  4. Danke für den Bericht, aber besonders für deine Worte dazu. Das hat mir gut getan.
    Lg Nele

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  5. danke für diesen link! er kam für mich genau zur passenden zeit.

    lg
    anke

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  6. man.. blogger hat meinen Kommentar gefressen.
    Ich hatte in etwa geschrieben, dass diser Weg zu dem was man will und was man ist so scheiße lang und hart ist. Aber irgendwie gut, wenn man sich stückchenweise findet und es schafft sich von dieser gesellschaftlichen Maschinierie zu entkoppeln und sich selber wirklich zu suchen.
    ich suche noch immer Teile von mir und dem was ich wirklich bin und will.
    Ich war auf der Realschule, habs Gymi drangehängt, weil ich nicht wusste was ich beruflich machen will, dann ein FSJ und ein Stduium mit tausenden Praktika um mir eine Fachrichtung zu suchen. Alles Murks. Ich weiß heute, mit 27, immer noch nicht was ich will, aber immerhin ganz viele Dinge, die ich nicht will.
    Naja ich grüße dich ganz herzlich und wünsche ein frohes WE. Pia

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  7. Danke für den Artikel. Die Sorgen, die sich der Vater um seine Tochter macht, decken sich mit den Beobachtungen einer Bekannten - sie ist Krankenschwester in der Jugendpsychiatrie. Sie meint, es sei erschreckend, wie viele Kinder bei ihnen sind, weil sie mit G8, dem Druck und Stress nicht klarkommen.

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  8. danke ka für deine so wichtigen worte!!! ich bin zwar ganz glimpflich durch das beschuerte gymnasium gewandert aber denke immer mehr in die richtung wie du und mag aus diesem scheiß aussteigen. hab mein ref abgebrochen und bin in die jugendhilfe eingestiegen, das war schon mal gut! kinder kriegen und mit ihnen und meinem liebsten das leben und die natur und die welt achtsam erleben isses wohl was ich hier soll und will. ich grüße dich!!!

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  9. Geht mir leider auch so, ich fanf zwar weder schule noch Uni schwer, muss mir aber mit fast 27, zwei Kindern und nahe des Examen eingestehen, dass ich all das nicht mehr will. Wie hätte ich denn mit 18/19 richtig entscheiden sollen was ich vom Leben will? Mit 17 ist einem das sicher nicht klarer.

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